Chaos beim Parkpickerl

ÖVP-Bezirke Währing und Döbling zeigen vor, wie es anders geht

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"Der Pfusch wird immer offensichtlicher", kritisierte ÖVP Wien Obmann Manfred Juraczka in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Währinger Bezirksvorsteher Karl Homole die vollkommen unübersichtliche Parkpickerl-Situation in den Bezirken Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus Ottakring und Hernals.

Ein besonderes Schmankerl stellt die neueste Entwicklung in seinem Heimatbezirk Hernals dar, erklärt Juraczka:

"Dort soll es ja zwischen Güpferling- und Oberwiedenstraße eine Sonderregelung geben. Es kommt keine Kurzparkzone, aber die Bewohner können sich ein Parkpickerl für die Pickerl-Gebiete in ihrem Bezirk kaufen. Es handelt sich also um eine parkpickerlfreie Parpickerlbezugsberechtigungszone."

Von einem Start des Parkpickerls am 1. Oktober kann nach derzeitigem Stand jedenfalls nicht ausgegangen werden: Weder weiss man, wie die Zonen in den einzelnen Bezirken verlaufen sollen, noch gibt es ausreichende Einbindung der Bürgerinnen und Bürger.

Die beiden ÖVP-Bezirksvorsteher in Döbling und Währing zeigen vor, wie es geht. So hat Karl Homole in Währing über das Parkpickerl abstimmen lassen und Adolf Tiller hat in Döbling Park-and-Ride-Plätze gleich neben der U-Bahn-Endstation Heiligenstadt geschaffen: Die Tarife sind äußerst fair und stellen einen tatsächlichen Anreiz für Einpendler dar: So zahlt man für eine Monatskarte 35 Euro, während eine Stunde Parken in den derzeit parkraumbewirtschafteten Zonen auf 2 Euro kommt.

Homole, der die Bezirksbevölkerung auch über den Bau der Schubertplatz-Garage abstimmen hat lassen, verwies auf die fehlende Zweckwidmung der Parkometer-Abgaben für den Garagenbau.

"Außerdem entsteht der Eindruck, dass Bezirke, die kein Parkpickerl einführen wollen, von der Stadt dann auch beim Garagenbau behindert werden. So nach dem Motto: Kein Parkpickerl, keine Garagen."

Der einzig gangbare Weg in der aktuell verfahrenen Situation ist die Rücknahme aller bestehenden Parkpickerlbeschlüsse in den betreffenden Bezirken und eine verpflichtende Befragung der Bürgerinnen und Bürger vor etwaiger Einführung des Parkpickerls. Die ÖVP Wien fordert ein Gesamtkonzept unter Einbeziehung aller Parteien, diverser Experten und der Bürgerinnen und Bürger.

Wer genug hat von der chaotischen Politik der Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin, der kann dieser unter www.stimmab.at eine deutliche Absage erteilen.