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Solidarität ist keine Einbahnstraße. Aus diesem Grund hat Christine Marek gefordert, dass jene, die von der Gesellschaft gestützt werden und auch dazu in der Lage sind, der Gesellschaft auch wieder etwas zurück geben.
Mindestsicherungsbezieher und Langzeitarbeitslose sollen in Form von Gemeinschaftsarbeit einen Beitrag leisten. Damit soll sozialer Missbrauch und Schwarzarbeit verhindert, mehr Leistungsgerechtigkeit geschaffen und gleichzeitig der Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess beschleunigt werden.
Konkret könnten langzeitarbeitslose Menschen Aufgaben in Gemeinden, in sozialen Organisationen, gemeinnützigen Vereinen, in Kirchen etc. übernehmen. Für ihre Tätigkeit erhalten sie einen kleinen Zuverdienst und haben zudem einen Coach an ihrer Seite. Dieser hilft ihnen, sich wieder in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern.
Ein ähnliches Modell, die Bürgerarbeit, ist in Deutschland bereits im Einsatz: Dort hat sich an den fünf Pilot-Standorten die Arbeitslosigkeit im Schnitt um die Hälfte reduziert. Den Mindestsicherungsbeziehern und Arbeitssuchenden vermittelt Gemeinschaftsarbeit das Gefühl, gebraucht zu werden. Und: An alle arbeitenden Menschen ist sie das Signal, dass sich Leistung lohnt!