Die MTV Europe Music Awards gehören nach Wien

Schulterschluss der ÖVP auf Bundes- und Landesebene für Standort und Arbeitsplätze – Unterstützung unter www.music-awards2018.at

„Die MTV Europe Music Awards gehören nach Wien. Wien darf sich diese Chance nicht entgegen lassen“, erklärten Staatssekretär Harald Mahrer sowie Landesparteiobmann Stadtrat Gernot Blümel im Rahmen eines gemeinsamen Pressegespräches. Schließlich habe Bürgermeister Häupl selbst bei der Diskussion um die Austragung des Eurovision Song Contests in Österreich klar gesagt: „Wien, what else?“ Dasselbe müsse nun auch für die MTV Europe Music Awards gelten, so Blümel. Häupl ging sogar noch weiter und meinte, der ESC in Wien solle zur „ständigen Einrichtung“ werden und auch die Finanzierung schrecke ihn nicht, denn: „Über Geld spricht man nicht, Geld hat man.“ Auch für das geplante, aber am Ende nicht stattgefundene, Jackson-Tribute Konzert in Wien habe es von Seiten der Stadt sofort die Zusage im Rahmen von 600.000 Euro gegeben. Umso mehr sei es nun „geschmacklos und zynisch“, wenn die SPÖ hinsichtlich der MTV-Awards erkläre, es gebe „kein Steuergeld für Schall und Rauch“. „Rot-Grün verhindert damit die Chance, dass Wien nicht nur Weltstadt der Hochkultur ist, sondern auch zur Hochburg der Popkultur wird“, so Blümel und Staatssekretär Mahrer erklärte: „Wir brauchen in Wien eindeutig mehr Biber, aber nicht in der Lobau, sondern Justin Bieber auf der Bühne.“

Wenn diese Veranstaltung Wien nicht alleine stemmen könne, sei der Bund auch bereit, einen Beitrag zu leisten und zu unterstützen, so der Staatssekretär. Schließlich sprechen auch die Zahlen über die Umweltrentabilität der vergangenen Awards etwa in Rotterdam 2016 oder in Glasgow 2014 eine klare Sprache. Die MTV Europe Music Awards von Rotterdam wurden von 20,4 Millionen Zuschauern verfolgt, insgesamt gab es 230 Millionen Videoaufrufe, die Gastgeber-Stadt Rotterdam wurde 900 Millionen Mal in den sozialen Medien erwähnt und auf allen digitalen Kanälen wurden 400 Millionen „Votes“ registriert. Darüber hinaus war der Event auf Twitter Nummer 1. Bei den Awards in Glasgow 2014 habe man sogar eine Umwegrentabilität von 32,8 Millionen Pfund errechnet, so Mahrer: „Gerade während der EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 sowie dem 100 Jahre-Republik-Jubiläum wäre dieser Event ein schönes Angebot vor allem für die junge Generation“. Voraussetzung sei ein klares Commitment der Stadt Wien.

Landesparteiobmann Blümel verwies auch auf die Wertschöpfung, die eine IHS-Studie für den Eurovision Song Contest errechnet habe: Danach ließ der ESC eine Wertschöpfung von 38 Millionen Euro erwarten, 27,8 Millionen Euro davon alleine für Wien. Der Werbewert der Veranstaltung wurde vom IHS auf 100 Millionen Euro geschätzt, sowie Steuereinnahmen in Höhe von 16 Millionen Euro prognostiziert. Auch ging es dabei um über 400 Vollzeitarbeitsplätzen für Wien. „Die MTV Europe Music Awards könnten ähnliche Effekte haben. Es wäre absolut verantwortungslos, diese Chance vorbeiziehen zu lassen“, so Blümel. Der Nutzen der Awards wäre ein Vielfaches zu den entstehenden Kosten, „was man definitiv nicht über alle Ausgaben in Wien sagen kann“, so Blümel. Wenn man sich schließlich ansehe, was Rot-Grün im Kulturbereich so alles fördere, dann wisse man, was „Schall und Rauch“ wirklich bedeutet“, so Blümel und nannte dazu etwa die knapp halbe Million Euro Jahressubvention für die umstrittene „Wienwoche“ unter dem heurigen Motto des „süßen Nichtstuns“, die Förderung in Höhe von 1,08 Millionen Euro für den Wiener Fernsehsender Okto-TV, die 260.000 Euro jährlich für das Amerlinghaus, die Förderung des roten „Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung“, die Dauerausstellung über das Rote Wien über den Verein „Sammlung Rotes Wien“ oder etwa ein mit Steuergeld gefördertes Programm für „zufriedene, aber gelangweilte Tiere“ im Rahmen der „Performance for Pets“.

„Das alles ist Rot-Grün Steuergeld wert, aber nicht wenn es um Arbeitsplätze, Umsätze oder Wachstum geht“, so Blümel. „Wir können und wollen jedenfalls nicht zulassen, dass die SPÖ die Awards in Wien verhindert und werden auch mit diesem Schulterschluss der ÖVP auf Bundes- und Landesebene alles daran setzen, diese Veranstaltung doch noch nach Wien zu holen“, so Blümel. Deshalb gebe es im kommenden Gemeinderat am Freitag auch einen entsprechenden Beschlussantrag. Darüber hinaus wurde auch eine Unterstützungsplattform unter www.music-awards2018.at eingerichtet, mit dem einzigen Ziel: „Wien, what else?“