Bild: Junge und ältere Frau

Zusammenleben der Generationen

Oft werden Senioren einfach nur auf das Abstellgleis geschoben. Doch Alter darf kein Hindernis sein, sich aktiv einzubringen. Binden wir Ältere wieder verstärkt in die Gesellschaft ein!


Unsere Forderung: Wien bietet die Voraussetzungen, um gesund und fit alt zu werden

  • Orientierungskurse für Neu-Pensionistinnen und
    -Pensionisten
    – Unterstützung bei der Planung des Pensionsantrittes, u.a. mit Infos über Freiwilligenarbeit und Zuverdienstgrenzen.
  • Freiwilligenarbeit fördern – Durch Einführung von Absetzbeträgen im Steuerrecht für Freiwilligenarbeit (gilt für alle Generationen!) und Streichung der zusätzlichen Versicherungsbeiträge für eine Tätigkeit in der Pension.
  • Seniorengerechte Lebensraumgestaltung und Mobilität in Wien – Anreiz mittels 
    • Förderungen für Umbauten zur Barrierefreiheit
    • Schaffung von Sitzgelegenheiten
    • Freifahrt für Seniorinnen und Senioren ab 70 bei den Wiener Linien außerhalb der Stoßzeiten.
  • Umsetzung Ambient Assisted Living – Einsatz von altersgerechten Assistenzsystemen für ein möglichst langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.
  • Ausbau und Finanzierung des gesamten Pflegebereiches – Ausbau von Programmen für Prävention, Kuration, Rehabilitation, Pflege, Palliativmedizin. Finanzierung durch das Aufräumen im Wiener Förderungsdschungel.

ZUSAMMENLEBEN DER GENERATIONEN. IN WIEN.

Das Problem: Senioren werden auf das Abstellgleis geschoben

Seniorinnen und Senioren werden lediglich auf ihr Alter reduziert und dementsprechend würdelos als Transferleistungsempfänger behandelt. Die Pension ist ein aktiver Lebensabschnitt, der geplant und gestaltet gehört. Die Menschen in Wien leben länger und genießen ihren Ruhestand. Aber die ältere Generation muss sich vermehrt Gedanken um ihre persönliche Gesundheit und Fitness machen, wenn sie gesund alt werden will.

Experten schätzen, dass 2030 um mehr als zwei Drittel mehr Menschen in der Altersgruppe 80plus in Wien leben werden als heute. 80% der Seniorinnen und Senioren wollen zu Hause betreut werden, ein starkes Netz an ambulanten Diensten fehlt jedoch. Darüber hinaus fördert Wien meist nur Pflegeheime und kaum Einrichtungen, die das Altwerden zu Hause ermöglichen. Auch in Bezug auf Senioren-Tageszentren und Senioren-Wohngemeinschaften hinkt Wien hinterher. Daneben gibt es auch das drängende Problem des fehlenden Pflegepersonals.

Unsere Position: Alter und Leistung schließen einander nicht aus

Das Alter darf kein Hindernis sein, sich aktiv in einer Gesellschaft zu engagieren. Die Stadt Wien muss den Gestaltungswillen fördern, aber auch fordern. Dass auch ältere Semester durchaus in der Lage sind, einiges zu leisten, zeigt sich im ehrenamtlichen Engagement, dem viele ältere Menschen in den Bereichen Pflege, Begleitung, Seelsorge oder Gesundheitsförderung nachkommen.

Es wird in Zukunft vermehrt darum gehen, die ältere Generation stärker in die Gesellschaft einzubinden und Möglichkeiten zur Entfaltung zu bieten. Besonders im Bereich der Nachbarschaftshilfe und im Pflegebereich wären Tageszentren ein idealer Ort, wo Senioren aktiv eingebunden werden könnten. Auch im Bereich der Lebensraumgestaltung ist Wien noch nicht seniorengerecht.