Bild: Spritzen und Pillen

Gesund leben

Das Geld der Patienten versickert, Chancen im Gesundheitssystem und in der Pflege werden nicht genutzt. Wir wollen die Vorsorge verbessern und den respektvollen Umgang mit Pflegebedürftigen fördern.


Unsere Forderung: Gesundheitsmanagement im Grätzel

  • Der Hausarzt als zentraler Gesundheitsmanager im Grätzel – Ausbau lokaler Gesundheitszentren mit Personal aus allen medizinischen Sparten, dadurch Stärkung des Hausarztes und Entlastung der Spitalsambulanzen.
  • Ambulant und mobil statt stationär
    • Mehr Tageskliniken statt Bettenburgen
    • Ausbau der mobilen Hilfe für Senioren
    • Förderung der aktivierenden Pflege (Rehabilitation/„Remob“)
    • Bauliche Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit in der Stadt
    • Ausbau von Palliativ- und Hospizbetreuung, auch für Kinder.
  • Schaffung eines flächendeckenden Herzinfarkt-Sicherheits-netzes – Erstversorgung von Herzinfarktpatienten innerhalb von 15 Minuten (nach dieser Zeit steigt die Todesrate exponentiell an).
  • Effizientes und professionelles Krankenhausmanagement – Im Wiener AKH stehen 100 Betten pro Tag leer aus Mangel an Pflegepersonal und aufgrund von Fehlplanungen. Im Vergleich zu privaten Krankenanstalten betragen die Kosten eines KAV-Krankenhausbettes pro Tag das Dreifache.
  • Qualitätsverbesserung in Spitälern
    • Ausbau von Ausbildungsplätzen für Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger/-schwestern
    • Sanierung und technische Instandsetzung der städtischen Spitäler.

GESUND LEBEN. IN WIEN.

Das Problem: Patienten-Geld versickert

Das Gesundheitssystem in Wien ist wenig effizient, intransparent und teuer. Das Geld der Beitragszahler versickert in Strukturen, Konzepten und Bauten von gestern. Wiens Spitäler im Krankenanstaltenverbund (KAV) sind mangelhaft geführt. Schlecht ausgelastete Strukturen führen zu langen Wartezeiten bei Operationen. Während zu viel in große Spitalsbauten investiert wurde, fehlt das Geld im ambulanten Bereich bei Gesundheit und Pflege. Es gibt keine durchgängige Betreuungskette zwischen Gesundheits- und Pflegesystem. Die Chancen der aktivierenden Pflege werden nicht genützt. Ältere Menschen kommen ins Spital oder ins Pflegeheim – obwohl sie mit Unterstützung noch daheim leben könnten.

Unsere Position: Gesundheitsvorsorge fördern

Im Mittelpunkt unserer Gesundheitspolitik stehen die Menschen, nicht Prestige-Spitalsbauten und aufgeblähte Strukturen. Unser Ziel ist eine dezentrale, wohnortnahe, qualitativ hoch stehende, flexible Gesundheitsversorgung - ohne Rücksicht auf Einkommen oder soziale Stellung der Patienten. Grundlage dafür ist eine effiziente, effektive Gesundheitsverwaltung. Das Gesundheitswesen muss Vorsorge und Prävention von Kindesalter an fördern und fordern. Dies ist durch den Vormarsch von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Adipositas und Diabetes unverzichtbar.

Die Patienten müssen auch vom öffentlichen Gesundheitssystem als Kunden behandelt werden. Dies soll in der Flexibilisierung von Ordinationszeiten, bei Wartezeiten (Operationen) und in besseren Bedingungen in Krankenhäusern zum Ausdruck kommen. Ein respektvoller Umgang mit Menschen ist besonders bei der Pflege wichtig: Die Förderung der Pflege im Familienkreis und der Ausbau der mobilen Hilfe sichert selbstbestimmte Lebensqualität. Wohngemeinschaften und familiäre Pflegeeinheiten schaffen zudem neue Arbeitsplätze für Pflegepersonal.