Bild: Wohnung

Fair wohnen, besser leben

Der Wohnungsmangel in Wien ist gravierend. Wir wollen eine dauerhaft gute und leistbare Wohnversorgung: Fairen Gemeindebau, Gebührenentlastung, leistbares Eigentum.


Unsere Forderung: Menschen fördern, nicht Mauern

  • „Fairer Gemeindebau“ – Neues Modell für Mieten im Gemeindebau:
    • Abschläge vom marktüblichen Mietzins je nach Förderbedarf
    • Berücksichtigung von Veränderungen des Einkommens
    • kein automatisches Weitergaberecht
    • transparente Vergabeverfahren
  • Gebührenentlastung – Senkung der Betriebskosten durch Senkung kommunaler Gebühren (z. B. Kanal, Wasser).
  • Leistbares Eigentum – Mehr Möglichkeiten zur Eigentumsbildung im geförderten Wohnbau, z. B. durch Miet-Kauf-Angebote.
  • Transparenz und Verwaltungsabbau bei Wiener Wohnen –Verwertung von nicht zweckentsprechenden Wiener Wohnen-Liegenschaften (z. B. Reihenhäusern).
  • Förderung der städtischen Verdichtung durch besseren Flächenwidmungsplan – Geförderter Wohnraum für Familien in nicht mehr genutzten Amtshäusern im innerstädtischen Bereich.

FAIR WOHNEN, BESSER LEBEN. IN WIEN.

Das Problem: Steigende Gebühren

Der Wohnungsmangel in Wien ist gravierend: Die Einwohnerzahl wächst, aber jedes Jahr werden um 3.000 Wohnungen zu wenig gebaut. Der Wohnungsmarkt wird durch die Stadt Wien verzerrt. Sie ist der größte Hauseigentümer Europas. Von öffentlich finanzierten Gemeindewohnungen profitieren nicht nur sozial Bedürftige. "Wiener Wohnen" ist ein riesiger Verwaltungsapparat mit Schulden in der Höhe von 2,73 Mrd. Euro.

Die hohen Wohnkosten in Wien sind auch das Ergebnis steigender Betriebskosten. Die Wiener Stadtregierung hat von 2001 bis 2013 rund 1,4 Mrd. Euro Überschüsse allein bei den Wasser-, Abwasser- und Müllabfuhrgebühren erzielt. Doch anstatt die Gebühren zu senken, werden sie laufend erhöht. Und statt Wohnungseigentum der Bürgerinnen und Bürger zu fördern, soll die Eigentumsbildung durch Vermögenssteuern weiter erschwert werden.

Unsere Position: Eigentum fördern, wirtschaftlich handeln

Eine dauerhaft gute und leistbare Wohnversorgung ist uns ein wichtiges Anliegen. Mittel der Wohnbauförderung müssen zweck- und zielgerichteter eingesetzt werden. Die Eigentumsbildung breiter Schichten soll nicht behindert, sondern gefördert werden. Wohnraum im Eigentum erhöht die Unabhängigkeit von Bürgerinnen und Bürgern.

Der soziale Wohnbau soll in erster Linie für sozial bedürftige Menschen ausgebaut werden. Die Stadt muss wirtschaftlich handeln und wohnkostenrelevante Abgaben und Gebühren für alle Bürgerinnen und Bürger senken. Überschüsse bei Gebühren müssen umgehend zu geringeren Preisen führen. Mietzinsbeschränkungen würden hingegen zu einem Erlahmen des Wohnungsmarktes führen und die bestehenden Probleme nur verschärfen.